Kredit auf Wertpapiere

Wir vergleichen 28 Angebote. Aktualisiert am 01.05.2026.

Beste Angebote – Kredit auf Wertpapiere 2026

Wollen Sie Wertpapiere kaufen, weil die Marktlage gerade verlockend ist? Das Eigenkapital reicht aber nicht aus oder liegt, Ihrer Meinung nach, unter Ihrem Potential? Bei ansonsten guter finanzieller Stabilität und Bonität gibt es für diesen Fall Kredite, die Ihnen die Investition ermöglichen können. Jedoch ist ein Kredit auf Wertpapiere nicht für jeden die richtige Wahl und es sollten gewisse Risiken beachtet werden, bevor Sie sich für ein solches Darlehen entscheiden.

Welche Arten von Krediten sind möglich?

Nicht immer lässt sich ein Wertpapierdepot ganz aus eigener Tasche bezahlen, sodass bei einer günstigen Wirtschaftslage eine Investition mit Fremdkapital durchaus attraktiv und gegebenenfalls sinnvoll erscheint. Allgemein kann in dieser Situation vor allem zwischen zwei Arten von Krediten unterschieden werden, die im Folgenden etwas genauer ausgeleuchtet werden.

Wertpapierkredit

Der sogenannte Effektenlombardkredit ist ein spezieller Kredit zur Beleihung Ihres Depots. So können Sie bei vielen Banken Anleihen oder Aktien über hauseigene Broker kaufen und zum Teil durch ein Darlehen finanzieren. Der maximale Finanzierungs-Anteil liegt in der Regel bei 80% Prozent für Anleihen und, aufgrund des hohen Risikos, bei nur 50% für Aktien.

Ihr Depot ist bei dieser Art von Kredit die Sicherheit, welche neben einer Schufa-Auskunft und allgemein guter Bonität gegeben sein muss. Zusätzlich zahlen Sie natürlich Zinsen auf den Kreditbetrag, wobei diese unter dem erwarteten Gewinn durch die Anlagen liegen sollten. Auf den unvorhersehbaren Aktienmärkten ist eine bestimmte Rendite nie garantiert, weshalb es eine vorsichtige Abwägung erfordert, ob sich die Zinsen durch Gewinne decken lassen. Sinkt der Wert der finanzierten Anlagen unter den Wert der Beleihung, verlangt die Bank als zusätzliche Sicherheit in aller Regel einen Nachschuss von Ihnen.

Klassischer Ratenkredit

Ein Kredit muss natürlich nicht immer zweckgebunden sein. Bei guten Zinssätzen sind allgemeine Ratenkredite zuweilen die bessere Option, um das Maximum aus Ihrer Investition herauszuholen. Diese erhalten Sie von Ihrer Hausbank oder einem beliebigen anderen Kreditgeber, wobei jedoch meist auch hohe Bonität und ausreichendes Einkommen gegeben sein müssen. 

Aber Achtung: Nicht jeder Kreditgeber erlaubt die Finanzierung risikobehafteter Geschäfte wie Aktienhandel, weshalb eine solche nicht immer mit einem normalen Ratenkredit möglich ist. 

Risiken beim Kredit auf Wertpapiere

Ein Risiko, welches beim Lombardkredit lauert, ist der Verkauf der Anlagen durch die Bank, wenn diese gerade niedrig gewertet werden. Kommen Sie beispielsweise Ihrer Nachschusspflicht bei einem Kurseinbruch nicht nach, decken Sie unter Umständen gerade noch die Kreditsumme, profitieren aber nicht mehr von etwaigen Kursanstiegen am nächsten Tag. Somit kann ein Kredit auf Wertpapiere bei unerfahrenen und unvorbereiteten Anlegern schnell zur Kostenfalle werden.

Auch und gerade bei mittelfristigen Anlegern kann die andere Option – ein zeitlich begrenzter Ratenkredit – zum Problem werden, wenn ein erwarteter Kursanstieg noch auf sich warten lässt. Selbst bei gutem Wirtschaftswachstum ist eine solche Situation nie ausgeschlossen. Haben Sie bei Investitionen in Wertpapiere immer eine Liquiditätsreserve von mindestens 20% bereit, um auch niedrige Kurse mit einem kühlen Kopf aussitzen zu können.

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